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Montag, 26. Juli 2010

Hongkong bei Nacht und ein großer Buddha

























Hallo!

Da sind wir wieder! :-) Das war also heute schon unser dritter und damit vorletzter, aufregender Tag in Hong Kong... Aber zuerst zu gestern:

Gestern haben wir uns spontan, weil das Wetterr so gut war, dazu entschieden, mit dem Cable Car zum Victoria Peak zu fahren. Die Strecke da hoch ist so steil, dass der Boden der Peak Tram so schief ist, dass es den Passagieren leichter fällt, sich aufrecht zu halten. Die Sitzenden werden richtig in ihre Sitze gepresst und alle am Hang erbauten Häuser sehen vollig schief aus. Von oben hat man dann eine wahnsinnige Aussicht über die Skyline von Hong Kong Island (von hinten) und die Skyline von Hongkong Mainland (Festland, Kowloon). Zuerst sind wir bis auf den Peak gestiegen, danach haben wir das Shopping Center am Tram Terminal erkundet und zuletzt, mit Essen, Trinken und der Kamera bewaffnet, haben wir den Sonnenuntergang und später die Skylines bei Nacht betrachtet. Leider waren Teile der Terasse für irgendeine asiatische Boy-Band und deren Verfolger-Presse abgespert, was zur Folge hatte, dass wir uns das verbleibende Stück mit den anderen Touristen und vor allem kreischenden Mädchen teilen mussten... Wir haben aber ein schönes Plätzchen gefunden und Stefan hat sehr gute Fotos hinbekommen. Im Dunkleln mit der Peak Tram zurückzufahren war auch ein Erlebnis für sich... :-) Wieder unten angekommen, sind wir noch ein wenig durch die beleuchteten Hochhausschluchten von Hong Kong Central geschlendert und haben uns das Rollband angesehen, das Central mit SoHo verbindet. Das ist einfach ein Band, auf das sich die Menschen draufstellen, wie eine Rolltreppe, nur die ganze Zeit waagerecht... Verrückt... Vom Star Ferry Pier aus sind wir dann mit der Fähre zurück nach Kowloon gefahren und an der Promenade vorbei zu unserem Hostel gelaufen. Dabei ist uns aufgefallen, dass wohl nicht nur alle Geschäfte um 23.00 Uhr schließen, sondern auch die Beleuchtung einiger Hochhäuser abgestellt wird. Plötzlich sah die Skyline ganz ungewohnt dunkel aus... ;-)

Heute Morgen haben wir uns dann auf den Weg zum Big Buddha (Tian Tan Buddha) gemacht. Das ist eine riesige, sitzende Buddha Statue mitten auf einem der höchsten Berge der Insel Lantau (auf der übrigens auch Disney Land angesiedelt ist). Mit einer etwa 6 km langen Seilbahn, in unvorstellbarer Höhe und mit durchsichtigem Boden, wurden wir in das Bergdorf Ngong Ping transportiert, das inzwischen leider sehr touristisch ist. Allein das Anstehen für den Transport hat fast zwei Stunden gedauert. Die haben sich allerdings auch gelohnt: Über den Dschungel und Hong Kong Bay wird man über und in die Berge transportiert, sieht Wasserfälle und Fischer von oben und den Big Buddha schon von weitem auf seinem Berg thronen. Ein unvorstellbarer Anblick, wenn man um die Kurve fährt, die Statue vor sich auftauchen und langsam größer werden sieht. Als wir ihn erblicken konnten, war er gerade von vorbeiziehenden Wolken eingehüllt, was fast mysthisch aussah. In dem Village angekommen, haben wir uns zunächst eine Show der Shaolin Mönche angesehen, in der sie ihre Kampfkunst vorstellten. Die Art und Weise, in der sie ihre Körper beherrschen, ist auf jeden Fall beeindruckend. Schon der jüngste Mönch (vielleicht 8 Jahre alt, höchstens), der dabei war, hat sich ohne Probleme völlig verenkt und tollkühne Sprünge gezeigt. Sehr spannend... Dann haben wir uns auf den langen Weg zum Buddha gemacht: sehr, sehr viele Stufen hoch, musste man steigen. Dafür wurde man dann aber auch mit einer fantastischen Aussicht belohnt! :-) Auf dem Weg zurück zur Cable Car Station haben wir uns noch das Mönchskloster angesehen und überrascht festgestellt, dass sich Nina nicht ihre mitgebrachte Jeans und ihr langärmliges T-Shirt anziehen musste, wie in Thailand und Malaysia letztes Jahr... Sehr eigenartig. Gestern wurden wir auch von gleich zwei buddhistischen Mönchen angebettelt, das ist uns zuvor noch nie passiert, obwohl wir ja inzwischen schon vielen Mönchen begegnet sind... Der letzte der beiden hat sogar eine ganz schön böse Falle gestellt, auf die Nina natürlich direkt reingefallen ist... Er hat nämlich kleine "Peace"-Kärtchen verteilt und wollte unbedingt, dass Nina eins nimmt; nach erstmaligem Ablehnen hat sie das dann auch getan. Daraufhin hat er dann ein Büchlein gezückt, in das man Namen, Heimatland, "peace" und ganz hinten dann die Summe eintragen musste, die man für das Kloster spenden möchte... Nina hat dann gesagt, dass sie kein Geld habe, nur Kleingeld (von den anderen Summen, also denen der Namen vor ihrem im Heftchen, war zu schließen, dass er Scheine haben wollte)... Sie hat ihm dann das Geld gezeigt und wurde gleich mit Unmut belohnt. Genommen hat er's dann aber trotzdem. Als sie ihm als Entschuldigung (man will sich's ja nicht gleich am zweiten Tag schon mit Buddha verscherzen) das Kärtchen wiedergeben wollte, hat sich der Mönch nur weggedreht, eine "kusch, kusch"-Handbewegung gemacht und ganz schön böse ausgesehen... Unfassbar, das nächste Mal laufen wir einfachh wieder vorbei, wie schon beim ersten Mönch, der uns nur ganz plump ein Gefäß mit Geld entgegen gestreckt hat... Unfassbar.... Hier scheint es andere Regeln zu geben, was die Mönche und ihr Leben betrifft...

So, auf dem Rückweg zum Hostel haben wir uns dann gerade noch den Temple Street Night Market angesehen. Zum größten Teil wurde aber leider nur Kitsch angeboten...

Morgen ist unser letzter Tag hier in Hong Kong und es gibt noch so viel anzusehen! Das müssen wir jetzt noch schnell in eine gute Reihenfolge bringen, so dass wir nicht doch einfach in die Versuchung kommen, den Ocean Park mit seinen Pandabären zu besuchen... ;-)

Bis bald,
Stefan und Nina!

Samstag, 24. Juli 2010

Hongkong Teil I Tsim Sha Tsui





















Liebe Leser,

wow, was für eine Stadt!

Heute Morgen haben wir es sehr ruhig angehen lassen: Nina war ein Schlaftier und Stefan ein Blog-Schreib-Bär... ;-) Dann haben wir lecker Kuchen gegessen, in der 1qm großen Klo-Dusche mit dem Klo zwischen den Beinen geduscht (was für ein Erlebnis) und nach dem Wetter gefahndet: Regen. Nina: "Und das weißt du, ohne 'rausgeguckt zu haben?!" Stefan: "Wofür brauche ich ein Fenster, wenn ich Internet hab'?!" So, so, kein Regen, den ganzen Tag nicht, übrigens... Ha! Zuerst sind wir zum Dragon Boat Festival hier direkt um die Ecke gegangen. Ganz schön voll, aber auch sehr interessant. Plötzlich, quasi wie aus dem Nichts, wimmelte es von kleinen Asiatinnen und Asiaten in weißen T-Shirts mit Namensschildern dran: English Report Field Trip. Älter als 9 waren die bestimmt nicht. Schon mussten wir an einer Umfrage auf Englisch über Hongkong teilnehmen. Wer könnte den Kleinen auch so 'was abschlagen?! Sooo süß und ein super gutes Englisch! Wir waren sehr erstaunt! Als Dankeschön gab's selbstgeschriebene kurze Briefchen auf Englisch und ein Foto der ganzen Klasse. Die wohl am amüsantesten Fragen: "Can you eat with chopsticks? How do you feel?" ("Können Sie mit Stäbchen essen? Falls ja, wie fühlen Sie sich dabei?") ;-) Sehr, sehr süß... Noch ein Foto für den Klassenraum und weg zum nächsten Touristen waren sie schon... Dazu kamen noch Asiaten die unbedingt ein Foto mit uns haben wollten. Komisch, diese Leute. So häufig scheinen die wohl nicht Menschen mit blauen Augen und blonden Haaren zu sehen. Eigentlich sind wir da wohl verwöhnt, denn in Deutschland leben ja schließlich Menschen aller Hautfarben und Nationen. Auch, wenn Asiaten und Afrikaner vielleicht seltener anzutreffen sind als europäische Einwanderer, sie sind auf jeden Fall da und jeder hat schon welche gesehen... Ob "wir" in China auch so verbreitet sind? Allein bei uns gibt's ja aber schon viel Variation: Hautfarbe, Augenfarbe und Statur... Wie auch immer, jedenfalls ein schönes, wenn auch fremdes Erlebnis, jeder der kleinen Gruppe wollte ein eigenes Foto, das hat schon eine Weile gedauert... ;-)

Der Weg an der Küste entlang war übrigens, ähnlich wie in Hollywood, mit Sternen auf dem Boden geschmückt: den von Jackie Chan haben wir auch gefunden! Und Bruce Lee in Lebensgröße, wer hätte das gedacht...

Außerdem war die atemberaubende Skyline von Hong Kong Island zu bestaunen, wenn das Wetter weiterhin gut bleibt (toi, toi, toi), werden wir in den nächsten Tagen bestimmt noch einmal über die Promenade schlendern.

Das Festival ist hier sehr berühmt und die Mannschaften sind international. Ein paar europäische sollen auch dabei sein.

Durch die Stadt sind wir dann zum Kowloon Park geschlendert. Dort haben wir uns, nach dem Besuch der Vogelvolieren, jeder ein Extra Large Meal bei Mc Donald's für zusammen nur 5,00 Euro gegönnt!!!!!

Was Stefan da auf dem Foto mit dem iPad überlegt ist vermutlich jedem klar, oder? Nina hat sich übrigens geweigert, eines der unzähligen Fotos von ihr und den Schuhläden (3, gefühlt aber 10.000) in den Blog zu stellen! ;-) Na ja, ein paar feste Schuhe zum Wandern in Sapa sollten doch hier wohl zu finden sein, oder?

Über eine Brücke ging's dann zurück zum anderen Teil der Hafenpromenade, zum Star Ferry Pier. Dort gab's dann eine viertelstündige Licht-Schau, bei der ganz viele der Häuser auf Hong Kong Island im Rhythmus der Musik beleuchtet wurden. Zum Schluss sind wir die Hafenpromenade zu dem Punkt heruntergelaufen, an dem wir am Morgen gestartet hatten. Auf dem Weg zurück ins Hostel haben wir im Supermarkt noch schnell Bagels und Sushi gekauft, was wir dann hier im Hostel verspeist haben.

Insgesamt ein sehr schöner und aufregender, erster Tag hier in Hong Kong! Wir sind gespannt, was der Tag morgen bringt... Na, hoffentlich keinen Regen... ;-)

Liebe Grüße,
Stefan und Nina